Sonntag, 26. April 2020

Bloggen in einer Fremdsprache: Gut oder schlecht?

Beim Bloggen auf Englisch habe ich mich schon immer unbehaglich gefühlt. Ich bin deutsche Übersetzerin und darf laut dem Verhaltenskodex meines Berufsverbands nur in meine Muttersprache übersetzen. Übersetzen ist im Grunde Schreiben, daher werde ich den Eindruck nicht los, dass es missbilligt wird, wenn ich auf Englisch blogge.




Mein Englisch ist jedoch von vielen Menschen „genehmigt“ worden: von einem amerikanischen Kollegen, den ich manchmal um Feedback zu meinem Blog-Artikeln bitte (danke, Will!); von anderen Muttersprachlern und Muttersprachlerinnen, die meinen Blog lesen; und von einem professionellen Korrektor, an den ich mich für Input zu meinen englischen Texten gewandt habe (danke, Matt!). Von allen ist mir versichert worden, mein Englisch sei in Ordnung. Das tief sitzende Gefühl des Unbehagens ist aber geblieben.


Der Vollständigkeit halber sollte ich noch erwähnen, dass der Verhaltenskodex meines Berufsverbands vorschreibt, dass Übersetzer und Übersetzerinnen entweder in ihre Muttersprache oder in eine „von ihnen gewohnheitsmäßig verwendete Sprache“ übersetzen. Was mich betrifft, so lebe ich zwar schon sehr lange in Großbritannien, doch beherrsche ich das Englische eben nicht auf Muttersprachlerniveau (und werde dieses auch nie erreichen).


Ich bin deutsche Übersetzerin und deshalb nicht dazu berechtigt, ins Englische zu übersetzen, deshalb hat Bloggen auf Englisch auch keinen direkten Nutzen für meine Arbeit. Auf Englisch blogge ich einfach deshalb, weil es mir Freude bereitet. Mein Blog ist für mich das perfekte Mittel, um meine Fähigkeiten in der englischen Sprache weiter zu verbessern.


(Die ursprünglich auf Englisch verfasste Version dieses Blog-Artikels befindet sich hier.)


Samstag, 11. April 2020

Coronavirus-Auswirkungen auf den Minimalismus

Wie wird sich das Coronavirus auf den Minimalismus auswirken? Mit dieser Frage beschäftigt sich Joshua Becker von Becoming Minimalist in seinem Blog-Artikel „How Will The Coronavirus Impact Minimalism?“.

Joshua Becker hat mich im April 2014 mit seinen Büchern und Blog-Artikeln dazu inspiriert, ebenfalls Minimalistin werden zu wollen – und im Zuge dessen meinem Leben eine völlig neue Richtung zu verleihen!



Minimalismus: ein Lebensstil, der für jeden Menschen geeignet ist

 

Zum Minimalismus gezwungen werden soll natürlich niemand. Wer, wie Joshua Becker in seinem Artikel schreibt, seinen Arbeitsplatz verliere oder infolge einer Rezession und nicht aus eigener Schuld zwangsweise mit weniger leben müsse, werde oft zum Minimalismus gezwungen.


Wer unter solchen Umständen zu einem minimalistischen Lebensstil gezwungen werde, werde diesen jedoch nur als Opfer, Strapaze oder Rückschlag ansehen und, sobald finanziell möglich, wieder zum vorherigen Lebensstil zurückkehren.



Joshua Becker ist grundsätzlich der Meinung, dass der Minimalismus ein Lebensstil sei, den sich alle Menschen zu eigen machen sollten – idealerweise freiwillig!



Der Minimalismus ist ein Lebensstil, der für jeden Menschen geeignet ist
(Bild von pasja1000 auf Pixabay)


Coronaviruskrise: Hinwendung zu freiwilliger Einfachheit?


Wie wird sich das Coronavirus auf den Minimalismus auswirken? Laut Joshua Becker könnten einige positive Aspekte der momentanen weltweiten Krise eine „freiwillige Einfachheit“ in folgenden Bereichen auslösen:


1. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit all dem unnötigen Kram in unseren Häusern und Wohnungen

2. Generell mehr Homeoffice-Arbeit in Zukunft


3. Neue Denkansätze hinsichtlich der eigenen Finanzen


4. Tiefer gehende Fragen zu Leben und Tod


5. Ein bewussteres Wiederhinausgehen in die Welt nach dem Ende der Krise



Die beste Minimalismusliteratur stammt meiner Meinung nach aus den USA. Das Gedankengut der US-amerikanischen Minimalisten (und Minimalistinnen) möchte ich fortan hin und wieder aufgreifen und hier im Blog (ins Deutsche übersetzt) vorstellen.


Wie wird sich das Coronavirus auf den Minimalismus auswirken? Joshua Becker beleuchtet diese Frage in seinem Blog-Artikel „How Will The Coronavirus Impact Minimalism?“ mit Scharfsinn und Tiefgründigkeit.