Donnerstag, 23. Januar 2020

Eine bessere Berufsbezeichnung für den Humanübersetzer

Das Wort „Übersetzer“ ist zu einer unzutreffenden Bezeichnung geworden. Sie ist nicht mehr zweckmäßig dafür, um das auszudrücken, was ein Humanübersetzer macht.

Das ist nicht so abwegig, wie man meinen könnte. Die Anbieter maschineller Übersetzungssysteme haben nämlich das Wort „Übersetzer“ für sich beansprucht und bezeichnen damit Computerprogramme, die maschinelle Rohübersetzungen ausgeben. Humanübersetzer benötigen daher eine Berufsbezeichnung, die die von ihnen ausgeübte Tätigkeit besser beschreibt.



Humanübersetzer benötigen eine Berufsbezeichnung, die die von ihnen ausgeübte Tätigkeit besser beschreibt

Das Wort „Übersetzer“ allein ist irreführend! Deshalb finde ich, dass die Nutzung einer besseren, konkreteren Berufsbezeichnung für den Humanübersetzer der nächste logische Schritt auf dem Weg zu dem Ziel sein sollte, dass sich das Image des Übersetzerberufs in der Öffentlichkeit wandelt.


Beispiele für bessere Berufsbezeichnungen:


Sprachdienstleister

Sprachberaterin


Fachübersetzer


Patentübersetzerin


Marketingübersetzer


Transkreatorin


Übersetzer und Lektor


Post-Editorin



Es verwirrt, dass heutzutage sowohl Humanübersetzer als auch Übersetzungscomputer als Übersetzer bezeichnet werden. Übersetzungscomputer sind auf dem Vormarsch, deshalb bedürfen (Human-)Übersetzer einer besseren Berufsbezeichnung.



(Dieser Blog-Eintrag ist eine Übersetzung meines Blog-Eintrags „A better job title for the human translator aus meinem englischsprachigen Blog.)

Samstag, 4. Januar 2020

Wie du bei Schreibarbeiten Zeit sparst

„Eine fließende Schrift lässt auch das Denken besser fließen.“

Diese Erkenntnis aus meinem Blog-Artikel „Allein mit Papier, Stift und Gehirn“ missachtete ich neulich unklugerweise, als ich vor Weihnachten meinen Jahresrückblick für Freunde und Verwandte verfasste.

Die verfügbare Zeit war knapp, daher stellte sich die Frage: Wie kann ich das Schreiben meines Jahresrückblicks am „minimalistischsten“ angehen?


Um Zeit zu sparen, entwarf ich ihn am PC. Doch das Ende vom Lied war: Ich brauchte insgesamt sehr viel länger, als wenn ich ihn (wie sonst) mit einem Stift auf Papier entworfen hätte!

Es stimmt also wohl: Wir sind beim Tippen am PC oft weniger kreativ (und daher langsamer), als wenn wir einen Text zunächst mit der Hand aufschreiben – ohne die „Hilfe“ des Internets mit seinen Nachschlagemöglichkeiten.

Maßnahmen, die vermeintlich zum Sparen von Zeit dienen (etwa bei Schreibarbeiten), bewirken oft das genaue Gegenteil: Wir verbrauchen zu viel Zeit!


Weiterführende Links:
- 10 Gründe, warum wir mehr mit der Hand schreiben sollten (Dhala Rosado, NJOY vom NDR)
- Die Anspitzung des Denkens (Anna-Lena Scholz und Ulrich Schnabel, ZEIT)
- Schreib mal wieder (Claudia Ehrenstein, WELT)